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Eierschule – das Treffen von 2001 im Naumburger Blütengrund |
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2001
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Treffen direkt am Zusammenfluss der Unstrut in die Saale statt.
Inmitten von Weinbergen befindet sich da auch der Naumburger
beziehungsweise Großjenaer Blütengrund. Dort liegt auch der
Gasthof und Pension „Blütengrund“. Wie immer im jeden Jahr war das
große Eierschülertreffen in der ersten Oktoberwoche. Vom
02.10.2001 bis 04.10.2001 wollten wir wieder viel Spaß haben. Und
den hatten wir auch.
Am 02. Oktober war ab Mittag bis in die späte Nacht Anreise von Eierschülern aus ganz Deutschland. An diesen schönen sonnigen und noch ca. 20 Grad warmen Herbsttag saßen wir im Biergarten des „Blütengrunds“ bis fast in den frühen Morgen zusammen. In dieser milden Oktobernacht erleichterten wir den Gasthof um deren gesamten Schwarzbiervorräte sowie um ein Großteil der auf der Speisekarte aufgeführten Gerichte. Nach dem die Bedienung gegen 4:00 Uhr den Service eingestellt hatte, zogen wir uns mit etwas Bier in irgendein Gemeinschaftsraum zurück. Der nächste Morgen begann mit einen leichten Katerfrühstück. Gegen 11:00 Uhr sind wir dann alle auf der Unstrut mit dem Dampfer der „Unstrutnixe“ vom Blütengrund aus Stromaufwärts in Richtung Freyburg geschippert. Nach einer knappen Stunde kamen wir auch da an. Oberhalb der Anlegestelle in Freyburg befindet sich die Gasthausbrauerei. „Brauhaus Burgmühle“ Dort war für uns das Mittagessen bestellt. Da der 03. Oktober ein Feiertag ist hatte das Gasthaus eine „boygroup with one girl“ (geschätztes Durchschnittsalter etwa 55 Jahre) verpflichtet, die im Biergarten versuchte etwas Mucke rüberzubringen. Wir nahmen das Angebot natürlich dankend an und tanzten sogar ganz gepflegt nach Rosamunde usw. |
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Nach dem Mittag
ging es zu Fuß weiter zu den etwa 200 Meter entfernten
„Herzoglichen Weinberg“, einen Demonstrationsweinberg. Hier werden alle
in der Saale – Unstrut – Region zugelassen
Rebsorten angebaut. In diesen Weinberg waren wir zu einer Führung
und einer kleinen Weinverkostung angemeldet. Die Heidi (Führung
durch den Weinberg) erzählte uns
ziemlich viel über den hiesigen Weinanbau und sowie auch was
über den Geschmack des Weines bei der Verkostung unter der
Pergola. Nachdem wir noch einige Trauben von den Rebstöcken
genascht hatten ging es wieder zurück zum Bootsanlieger. Hier
versorgten sich noch einige ganz fix in der Burgmühle mit ein paar
großen Flaschen Pils oder Schwarzbier. Nun war es schon
Nachmittag geworden und wir dampferten wieder auf der Unstrut mit der
Unstrutnixe vorbei an Großjena zum Blütengrund zurück.
Alle die Vertreter der Eierschule, die noch nicht oder schon wieder
Müde waren sind dann noch mal zu Fuß zum ca. 1 Kilometer
entfernten Klinger – Weinberg aufgebrochen.
Auf der halben
Strecke zwischen dem Klinger – Weinberg und der Unstrutmündung
befindet sich das "Steinerne Bilderbuch" am Steinauerschen Weinberg,
welches wir uns auch noch anschauten. Der Besitzer, Johann Christian
Steinauer Hofjuwelier beim Herzog von Sachsen-Weißenfels
ließ 1722 auf eine Länge von ca.100 Meter Motive des
Weinanbaus und der Weinherstellung von einen unbekannten Künstler
in den Kalksteinfelsen hauen. Die Reliefs werden gerade gegen weiteren
Verfall geschützt und restauriert. Sie zeigen allesamt Szenen, die
sich im weiteren Sinne mit der Verherrlichung des Weingenusses,
gekleidet in teils biblische Motive befassen. Das sind zum Beispiel die
Hochzeit von Kana und die wunderbare Verwandlung von Wasser zu Wein,
die alttestamentarischen Winzer Josua und Caleb mit der
Riesenweintraube, Lot und seine Töchter
beim Weintrinken, aber auch ganz weltliche Themen wie der Fuchs als
Weindieb mit Fuchsjagd oder die Auszahlung des Arbeitslohnes nach der
Weinlese.
Der Klinger –
Weinberg befindet sich oberhalb des Blütengrundes mit einen
schönen Ausblick in das Saale – Unstrut – Tal. Er gehörte
einst dem berühmten Bildhauer, Maler, Plastiker und Grafiker Max
Klinger. 1903 erwarb der in Leipzig geborene Künstler das untere
Weinberghaus und nutzte es als Radierwerkstatt. Später kaufte er
das darüber liegende Wohnhaus im Landhausstil dazu. 1920 verstarb
Max Klinger auf dem Anwesen im Blütengrund. Die dort eingerichtete
Gedächtnisstätte mit Grabmal und der 1922 aufgestellten
Klinger-Skulptur "Der Athlet" erinnern an den weithin bekannten
Künstler. Auf dem Klinger – Weinberg, der heute von der
Winzerfamilie Herzer bewirtschaftet wird, befindet sich auch eine
Straußenwirtschaft, die vom Frühjahr bis Herbst
geöffnet hat. Hier hatte man auch nicht mit unsern Einfall
gerechnet. Innerhalb einer Stunde war der gesamte vor Ort zur
Verfügung stehende Federweiser – Vorrat erschöpft. Jedenfalls
wir genossen den sehr schönen Blick in das Tal bei strahlenden
Sonnenschein und wieder ca. 20 Grad an diesen herrlichen Herbsttages.
Der Einbruch der Dunkelheit machten wir dann auch auf zurück zum Gasthof „Blütengrund“. Dort haben wir haben das Buffet geplündert, ein bisschen zur Mucke getanzt und auch noch alte Geschichten erzählt. Damit war der 03. Oktober auch vorbei. Am letzten Tag, den 04. Oktober begann wie alle Jahre wieder das übliche Spiel. Wer schon vertragen konnte ein leichtes Frühstück und dann ab in die Heimat. Einige von uns hatten es nicht ganz so eilig. Sie besichtigten an diesen Tag noch die Wassermühle in Zettenbach von Erhard Schäfer. Damit war das Treffen Eierschule 2001 endgültig beendet.
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